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Kantonsarztamt meldet starken Anstieg der Masernfälle im Kanton Bern Masernimpfung schützt wirksam vor einer Erkrankung und möglichen Komplikationen

13. März 2019 – Medienmitteilung

Seit Anfang 2019 wurden im Kanton Bern 37 Masernfälle gemeldet. Dies sind zehnmal mehr Erkrankungen als in den vergangenen drei Jahren zusammengenommen. Weltweit und auch in der Schweiz sind vermehrt Ansteckungen mit Masern zu verzeichnen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und das Kantonsarztamt (KAZA) der Gesundheits- und Fürsorgedirektion (GEF) des Kantons Bern empfehlen, sich gegen Masern impfen zu lassen.

Masern können in gewissen Fällen zu schwerwiegenden Komplikationen wie Lungenentzündung oder Hirnentzündung führen. Kantonsärztin Linda Nartey betont: «Eine Impfung ist sinnvoll, denn es geht nicht nur um den persönlichen Schutz, sondern auch um den Schutz von anderen Personen, die sich nicht selber schützen können oder dürfen wie zum Beispiel schwangere Frauen, Säuglinge und Menschen mit einem unterdrückten Abwehrsystem».  Eine Impfung umfasst zwei Dosen und schützt ein Leben lang vor einer Ansteckung.

Bei den an Masern erkrankten Personen handelt es sich nicht nur um Kinder, sondern auch um eine Anzahl Erwachsene, von denen einige mit mittleren bis schweren Komplikationen hospitalisiert werden mussten.

Masern sind hochansteckend

Das Kantonsarztamt leitete gestützt auf die Epidemiengesetzgebung die notwendigen Massnahmen zur Bekämpfung dieser hochansteckenden Krankheit und zum Schutz der Bevölkerung ein. Dies geschieht in enger Zusammenarbeit mit den Ärztinnen und Ärzten und mit weiteren Organisationen sowie dem Bundesamt für Gesundheit (BAG). So werden beispielsweise Kontaktpersonen von Masernerkrankten identifiziert, deren Masern-Impfstatus überprüft und nicht geimpfte Kontakt-Personen die Postexpositions-Impfung empfohlen. Nicht geimpfte Schülerinnen und Schüler müssen für bis zu 21 Tage von der Schule ausgeschlossen werden, wenn sie während der ansteckenden Phase mit einem Masern-Patienten in Kontakt kamen.

Schulausschlüsse notwendig

In Absprache mit dem BAG hat das Kantonsarztamt alle nicht gegen Masern geimpften Schülerinnen und Schüler mehrerer Schulen im Kanton vom Schulbesuch ausschliessen müssen. Aus Sicht der öffentlichen Gesundheit ist dieser Schritt notwendig.

WHO möchte Masern eliminieren

Die WHO zielt darauf ab, die Masern zu eliminieren. Die Schweiz hat sich – wie alle anderen europäischen Länder auch – hinter dieses Ziel gestellt. Sie möchte dies durch eine Erhöhung der Durchimpfung in der Bevölkerung, ein griffiges Meldesystem und die Kontrolle von Ausbrüchen erreichen.

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