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Westumfahrung Biel/Bienne Alternativvorschlag bringt ungenügende Verkehrsentlastung und Mehrkosten

15. Mai 2018 – Medienmitteilung

Der Alternativvorschlag für die Westumfahrung von Biel/Bienne würde die Quartiere deutlich weniger vom Verkehr entlasten als das Ausführungsprojekt. Zudem müssten Kanton und Gemeinden einen grösseren Anteil der Baukosten übernehmen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Überprüfung des Vorschlags durch Fachleute von Bund und Kanton.

Im März 2017 hat der Kanton Bern beim Bund das Ausführungsprojekt für die Westumfahrung von Biel zur Genehmigung eingereicht. Die 2,3 Kilometer lange vierspurige Strasse verläuft weitgehend unterirdisch in zwei Tunneln zwischen der Verzweigung Brüggmoos und der Seevorstadt. Anschliessend folgt der zweispurige Vingelz-Tunnel. Mit den beiden Anschlüssen Bienne-Centre und Seevorstadt ist sie an das städtische Strassennetz angeschlossen. Im November 2017 hat ein Komitee einen Alternativvorschlag präsentiert. Dieser sieht einen zweispurigen, fünf Kilometer langen Tunnel und den Verzicht auf die beiden geplanten Anschlüsse vor. Eine kurz darauf im Grossen Rat eingereichte Motion verlangte, dass dieser Vorschlag einem Faktencheck unterzogen wird. 

Stärkere Belastung der Quartiere

In seiner Vorstossantwort stellt der Regierungsrat fest, dass der Alternativvorschlag grundsätzlich machbar sei. Allerdings kommen die Fachleute von Bund und Kanton klar zum Schluss, dass mit dieser Variante die heute vom Verkehr stark belasteten Quartiere deutlich weniger entlastet würden. Insbesondere auf der Ländte- und auf der Bernstrasse wäre das Verkehrsaufkommen wegen der fehlenden Anschlüsse Bienne-Centre und Seevorstadt immer noch gross, da nur rund 50% der verkehrlichen Wirkung des Ausführungsprojektes erreicht werden könnte. Zudem wäre der vom Komitee vorgeschlagene, fünf Kilometer lange Tunnel in einer Röhre störungsanfällig im Betrieb.

Kosten und Wirkung ungenügend

Deshalb erachtet das Bundesamt für Strassen (ASTRA) das Verhältnis von Kosten und Wirkung des Alternativvorschlags als ungenügend und hat sich negativ zum Alternativvorschlag geäussert. Der Bundesanteil von heute 87 Prozent würde bei der Realisierung dieser Variante deutlich tiefer ausfallen. Der Kanton und die Gemeinden müssten daher einen grösseren Anteil der Baukosten übernehmen.   

Keine vertiefte Prüfung

Da der Alternativvorschlag die Verkehrssituation in der Stadt Biel kaum verbessern würde, lehnt der Regierungsrat eine vertiefte Prüfung ab. Für einen detaillierten Vergleich müsste der Vorschlag auf dasselbe planerische Niveau gebracht werden wie das Ausführungsprojekt. Dies wäre mit Kosten im zweistelligen Millionenbereich verbunden. Die zuständigen Bundesbehörden haben dem Kanton bereits mitgeteilt, dass sie sich daran nicht beteiligen werden.

Die Antwort des Regierungsrates auf die Motion «Autobahnumfahrung Biel/Westast: Faktencheck für den Vorschlag ˂Westast so besser˃»

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